Sitzung des Holländisch-skandinavischen Komitees mit der Delegation aus Ungarn, 29. Mai 1917

Document nr: 
P/24
CHA, Stockholm, N. & C., Mai 1917:4. Hschr. (Arthur Engberg), 39 S.1

  V. Erste Frage 2

  

   Gunfi [Kunfi]:3 Zuerst erklären dass wir alle Bestr.[ebungen] zur Schaff.[ung] einer allg.[emeinen] Konfer.[enz] befördern. Wir glaub.[en] dass der Krieg an einem Punkte angelangt ist wo es zwing.[ende] Notw.[endigkeit] ist für das Proletariat zu beraten. Das Weigern geht nicht. Wir sagen das im Bewusstsein dass die Teilnahme nicht die Anerkennung der Beschlüsse bedeutet. Nur auf einer allg.[emeinen] Konfer.[enz] Mögl.[ichkeit] eine[r] Aussprache und des Vorlegens ihrer separaten Konferenzen. Wir wünschen dass alle soz.[ialistischen] Parteien an der allg.[emeinen] Konf.][erenz] teilnehmen.4

   Zweite Frage 5

   Wir haben nicht Lust zu Gericht zu sitzen über die anderen Parteien.6 Wir betracht.[en] unsere Aufg.[abe] vielmehr darin dass anstatt der verschied.[enen] Soz.[ialistischen] Partei[en] was sie unterlassen haben zu untersuchen das hervorzuheben was sie getan haben. Dies ist die Hauptsache. Die scharf geübte Kontrolle der Presse hat soviel Missverständnisse, Hass und Irrtümer geschaffen. Diesen Schutt müssen wir wegräumen. Wir wollen ein Bild der geist.[igen] Verfassung in der soz.[ialistischen] Part.[ei] Ungarns während des Krieges [geben]. Wir ergreif.[en] um so lieber diese Gelegenheit da die parlament.[arische] Tribüne uns nicht offen steht. Unsere Sprache wird übrigens schlecht verstanden. Das Medium war die deutsche Presse. Ein Bild ist deshalb notwendig von dem Standpunkte der ungarischen Arbeiterschaft. Wir hoffen dass eine bessere Information über unsere Handlungen dadurch ermöglicht wird.7

   Die soz.[ialistische] Partei in Ungarn ist einheitl.[ich] geblieben. Dazu zu bemerken dass diese Einheitl.[ichkeit] nicht bedeutet dass wir uns irgend einer Richtung in der Internationale angeschlossen sondern wir haben selbständige Politik getrieben. Ich halte es wichtig zu erklären dass wir weder als Ableger noch als Hilfstruppe irgend einer Majorität hier sind.8 Unsere Polit.[ik] aus den besond.[eren] Verhält.[nissen] unseres Landes hervorgegangen.

Das zweite was ich sagen möchte ist dass wir mit gutem Gewissen sagen können dass wir früher als die anderen die Pflicht einer raschen Beendigung des Krieges betont haben. Im Jahre 1915 im März hatten die deutsche und oesterr.[eichisch]-ung.[arische] Partei eine Konf.[erenz] in Wien.9 Wir haben die Forder.[ung] aufgestellt den Krieg zu beenden und das war doch vor dem Durchbruch im Osten, also wo die Russen in den Karpaten standen. Also unabhäng.[ig] von der Kriegskarte sollte Friede gemacht werden.10

   Das dritte ist dass wir ebenso von Anfang des Krieges als beschämend betr.[achtet] haben dass das I.S.B. erlahmt war11 und desh.[alb] sind wir dafür eingetreten dass das I.S.B. seine Arbeit aufnehmen sollte. Grosses Gewicht darauf die Verbindungen mit dem I.S.B. zu bewahren.

   Viertens können wir mit gut.[em] Gewiss.[en] sagen dass die ung.[arischen] Arbeit.[er] nie in den Auffass.[ungen] des Imperialismus befangen war[en]. Eben im dritten Kriegsjahre wie in den ersten Kriegsmonaten standen wir der Kriegspsychose fern. Unempfindlich gegen den Nationalismus. Wir können desh.[alb] sagen, dass die seelische Verfass.[ung] der ung.[arischen] Arbeit.[er]schaft diejenige ist die die Arbeiterschaft überall vor dem Kriege hatte.12

   Fünftens möchte ich sagen dass die Ideologie des Krieges, die einen Burgfrieden mit den herrsch.[enden] Klassen geschlossen [hat], von uns verworfen war. Nie ein Burgfrieden unter uns.13 Der polit.[ische] Kampf in der Presse, in den Versammlungen und den Gewerkschaft.[en] hat nicht aufgehört. Gegen die Rüstungsindustrie haben wir uns gewendet. Die wirtsch.[aftliche] Stellung ist deshalb verhältnismässig nicht so schlecht wie in anderen Länder[n]. Ungeheuere Streiks in den Fabriken. Heute wissen wir dass alle Eisenbahnarbeiter seit dem 24. Mai in Streiks stehen. In den Waffenfabriken u.s.w. grosse Arbeiterbew.[egungen] vorhanden und tendieren zu wachsen und nach der russ.[ischen] Revol.[ution] spielen hier auch polit.[ische] Momente ein. In allen Fabriken Streik am 1. Mai. Nachdem der Streik am 1 Mai eine grosse Demonstr.[ation] für den Weltfrieden [war - durchgestrichen]. Auch da wo der 1. Mai nie gefeiert war da wurde er nun gefeiert. Die Arbeiterschaft übergab den Betriebsleitern eine Aussprache dass sie als ein Protest gegen den Krieg streiken und dass sie wenn sie nicht das pol.[itische] Recht bekommt so sollten sie ohne weiteres und ohne Rücksicht streiken. Der Fall Tiszas eine Folge der Aktion der Arbeiterschaft.14 Möchte noch sagen dass die wirtschaftl.[ichen] Kämpfe in der heutige Lage ein polit.[ischer] Kampf ist. Der Streik am 1en Mai ein Kartell zwischen der Partei und den Betriebsleitern. I[n] dem neuen Parteivorstande mehrere Arbeiter aus den Munitionsfabriken. Der Parteivorstand vertritt deshalb auch die Munitionsarbeiter. Die ung.[arische] Arbeiterschaft hat einen hatnäck.[igen] Kampf gegen den Krieg geführt. Die herrsch.[ende] Partei ein Instrum.[ent] der Unterdrück.[ung] aller nicht magyarischen Völker in Ungarn. Die Arbeiterkl.[asse] meint deshalb ihren Kampf auch für die Freiheit der Nationen zu führen. Die nat.[ionalen] Verh.[ältnisse] in Osteuropa vergiftet und die Ursache dazu: diese allgem.[eine] Nationsunterdrückung.

   Hier möchte ich abschliessen. Doch die Schuldfrage muss ich auch besprechen. Die Schuldfrage ist - denken wir - hat ein doppeltes Antlitz. Haben die soz.[ialistischen] Parteien nicht ihre Pflicht erfüllt oder welche Reg.[ierungen] sind hier die schuldigen.

   Troelstra: Das letzte die Hauptfrage.

   Branting Hier genannt weil wir wussten dass man von verschiedenen Seiten forderte dass diese Fragen nicht ausgemerzt werden können. Es ist notw.[endig] dass die franz.[ösischen] u.[nd] engl.[ischen] Genossen diese Fragen mit den anderen erörtern können. Das ist der Grund, warum es notw.[endig] ist, dass man sich hierüber äussert.

   Kunfi Weiss nicht aber es scheint mir dass hier ein Gegensatz ist zwischen Troelstra und Branting.

   Troelstra: Nein, kein Gegensatz.

   Kunfi: Haben eben dies dopp.[elte] Antlitz der Frage gefunden. Nach unserer Auffassung ist das Aufwerfen der Schuldfrage nicht wünschenswert. Aber wenn wir auf diese Weise die Aufwerf.[ung] der Schuldfrage für zwecklos halten so möchten wir doch sagen dass die soz.[ialistischen] Part.[eien] in allen Ländern gegen die wirtsch.[aftlichen] Kräfte auch während des Krieges hätten den Kampf noch kräft.[iger] führen sollen. Wir glaub.[en] dass der russ.[ische] tsarism. [Zarismus] und der Antidemokrat.[ismus] in Ungarn den Krieg befördert. Die ungar.[ische] Sozialdemokratie hat gegen die ung.[arische] Oligarchie gekämpft. Auch in Deutschland und Frankreich ist es notw.[endig] diese Kräfte zu bekämpfen. In Deutschland die Junkerklasse und in Frankreich die Kapitalistenclique. Das franz.[ösische] Geldkapit.[al] kriegerisch gesinnt. Vielleicht nicht am 31 Juli 1914 aber seine ganze Politik den Krieg befördernd.15

   Troelstra: Also: eine Politik im allg.[emeinem] in Europa, die den Krieg losbrechen liess. Die Vorbedingungen des Krieges durch diese Faktoren geschaffen.

   Kunfi: - Eben dies ist unsere Meinung. - Wir glaub.[en] dass es der Soz.[ialisten] nützlich ist wenn grade wie in Russland dies System gestürzt wird in Ungarn Deutschland und Frankreich.16

   Troelstra War es notw.[endig] für die ung.[arisch-]oester.[reichische] Monarchie den Krieg zu ergreifen?

   Kunfi: Nein. Wir haben dagegen gekämpft.17

   Branting: Sie haben hier mit aller Schärfe die Ansicht ausgespr.[ochen] dass Sie einen Unterschied zwischen den grösseren Kräften in allen Ländern machen und anderer Seite den causes occasionelles. Es ist wichtig dass man einsieht dass eben da liegt der Grund der Meinungsverschiedenheit. Die Ententesoz.[ialisten] haben Gewicht darauf gelegt dass der Krieg losbrach weil gewisse Personen die die Entscheidung hatten den Krieg wählten. Die haben deshalb einen Angriff auf sich gesehen. Deshalb ist auch ihre Auffassung eine andere. So auch die deutsche Minorität, die die Unterstützung der Regierung verwerfen. Genosse Troelstra ist mit Ihrer Auffassung von den allg.[emeinen] Ursachen einverstanden. So auch ich. Aber ich möchte doch etwas schärfer betonen, dass die Frage von der Schuld der Personen berücksichtigt werden muss.

   Troelstra Ich will auch nicht die Lage der franz.[ösischen] Partei und der deutsch.[en] Partei als gleichgestellt betrachten.

   Kunfi: Wir sagen: eine Verteidigung mit dem Kriege gegen die grosserbische Propaganda haben wir nicht für richtig gehalten. Wir wollen eine innere Reform, eine Federation. Die Lage in Frankreich, das gebe ich zu, war diese, wie sie vom Gen:[osse]n Branting dargestellt ist. Aber die Lage in Deutschland eigentlich dieselbe Russland gegenüber.

   Branting Aber alles wurde nach dem Westen gewandt.

   Kunfi: Frankreich war in einer and.[eren] Lage als die anderen. Aber England hat aus demselben Grunde Partei für Frankreich genommen wie Deutschland für Oesterreich Ungarn. Wir denken dass die Zuspitzung der Diskuss.[ion] auf die grundlegenden Fragen ein Verständnis herbeiführen wird. Die Herbeiführung der persönlichen Schuldfrage gefährlich für den Frieden in der Internat.[ionale].

   Huysmans: I.S.B. 26 Juli 1914 zusammengetreten.18 Schiedsger.[icht] vorgeschlagen. Wer hat es angenommen? Das ist eine bedeutende Frage.

   Kunfi: Dass die deutsche Reg.[ierung] prinzipiell gegen Schiedsger.[icht] war, das wissen wir.

   Branting Ein Angebot von Schiedsger.[icht] ist auch in dem letzten Telegramme des Zaren vorgeschl.[agen]. Möchte nur von Anfang ab sagen dass wir hier sitzen um die Spaltung in der Internat.[ionale] zu überwinden. Da ist es notw.[endig] dass die franz.[ösischen] und engl.[ischen] Genosse wissen dass auch das Recht der Besprech.[ung] der Schuldfrage ihnen gewahrt ist. Ich glaube wir können nicht die Genossen zusammenführen wenn dies Recht nicht gewahrt ist. Man muss natürlich die Debatte soviel wie möglich begrenzen. Es ausschliessen ist unmöglich. Sie haben jetzt mit beachtensw.[erten] Gründ.[en] ihre Auffassung vorgeführt und ich glaube dass wenn Sie eine solche Auffassung haben so wird das beruhigend wirken.

   Kunfi: Wir legen grosses Gewicht darauf die Motivierung zu bringen für unsere Proposition einer inter.[nationalen] Konferenz. Wir wollen nicht den Wunsch die Schuldfrage zu behandeln bekämpfen denn für die ung.[arische] Partei wird diese Diskussion nicht lästig sein. Aber unsere Auff.[assung] ist dass die grosse Frage jetzt die Frage des Friedens ist und die Frage der Einvernehmung der soz.[ialistischen] Par.[teien]. Desh.[alb] wollen wir die Schuldfr.[age] nicht bei der Konferenz stellen. Aber steht es so dass das Zusammenkommen einer allg.[emeinen] Konf.[erenz] davon abhängt ob diese Frage behandelt werde, dann haben wir nicht[s] dagegen einzuwenden dass die Schuldfrage behandelt wird.19

   Ich verstehe eigentl.[ich] nicht recht verstand.[verständlich] was der Untersch.[ied] zwischen Mehrheit und Minderheit in diesem Zusammenhange zu tun hat.

   Troelstra: Unsere Auff[assung] dass dieser Kongress über die Fragen des Friedens und nicht über theoretische Streitfragen zu sprechen hat.

   Branting Es ist selbstverst.[ändlich] dass man so weit wie mögl.[ich] versucht hat alle Parteien zusammenzubringen. Man hat, nach dem Aufkommen der Spaltung in den kriegführenden Ländern, es als angebracht angesehen auch die geschaffenen Minoritäten einzuladen. Doch anders bei uns.

   I Friedensbedingungen20

   Garami: Es gibt manches was hier vom doppelten Gesichtspunkt zu behandeln ist. Es ist möglich theoretische Antwort zu geben und praktische. Bei manchen Fragen notw.[endig] sowohl die theoret.[ische], als die prakt.[ische] Antw.[ort] zu geben.

   Wir wünschen keine Annexion, keine Kriegsentschädigung. Die volle Wiederherstellung aller besetzten Gebiete.21 Bezügl.[ich] Belgien wünschen wir dass die deutsche Regierung ihre Erklär.[ung] vom 4 Aug.[ust] 1914  aufrechterhält.22 Sollte es sich erweisen dass diese Forderung ein Hindernis für den schnellen Frieden ist so wollen wir dass Belgien durch Zusammenwirkung aller der kriegführenden Mächte wiederhergestellt wird.23 Wir haben uns auf diesen Standpunkt gestellt nur des Friedens wil[l]en.

   Was Serbien betrifft soll es auch die kollektive Hilfe aller kriegführenden Staaten bekommen. Belgien und Serbien können natürlich nicht so gelassen werden wie sie sind. Serbien soll mit Montenegro verbunden werden damit Serbien einen Ausgang nach der Adria bekommen kann. Wir haben immer dafür gekämpft. Was wir für Serbien von Anfang an gefordert haben wird wohl durchgeführt werden. Die eigentl.[iche] ung.[arische] Küste ist kleiner als die montenegrinische. Genügt das für Ungarn so muss es auch für Serbien genügen. Die Montenegriner und Serben fordern die Staatsvereinigung selbst.

   Els.[aß]-Lothr.[ingen] Vereinba.[rung] zw.[ischen] den deutsch.[en] und franz.[ösischen] Parteien. Sollte es unmögl.[ich] sein so soll dies kein Grund sein für die Parteien für die Arbeit der Internationale. Betreffs Mazedonien müssen wir sagen, dass nur in Einvernehmung mit den serb.[ischen] Genossen diese Frage geschickt [gelöst werden kann].24

   Polen: Unabh.[ängigkeit] des Kongresspolens, auch Posen einbegriffen. Eine der schwier.[igsten] Fragen für uns, weil sie uns eigentl.[ich] nicht berührt. Einheitlichkeit aller poln.[ischen] Gebiete in einen Staatsverband. Für Oester.[reich] eine schwierig[e] Frage mit Galizien. So auch mit Siebenbürgen für uns. Unsere poln.[ischen] Genossen stellen sich auf der Standp.[unkt] dass sie mit Kongresspolen vereinigt werden. Wir sind übrigens in dieser Frage geneigt uns belehren zu lassen denn wir sin[d] darüber nicht im Klaren. Wir stehen auf dem Standpunkte dass Staaten die ein einheitliches Wirtschaftsleben haben nicht wegen nat.[ionaler] Fragen getrennt werden dürfen. Das heutige Ungarn hat alle Mittel sich emporzuarbeiten. Nun behaupten wir nicht, dass es bei uns keine nationale Frage giebt. Wir wollen dafür doch eintreten dass der ungarische Staat seine Einheit bewahren wird.25 - Die verschied.[enen] Nat.[ionalitäten] in Ungarn sind auch so gemischt dass es ungemein schwer ist hier eine befriedigende Lösung zu geben. Wir erklären uns gegen die Fortführung der bisherigen Kolonialpolitik. Offene Thür.26

   Troelstra: Sind die Kolonien in den Annexionen mitbegriffen?

   Garami: Gewiss

   Branting: Man muss sich davor hüten dass die allg.[emeinen] Formeln vom einen anders aufgefasst werden als vom andern. Entschädigung für Belgien z.B. notwendig. Nun sagen Sie, dass eine Entschädigung an Belgien z.B. von allen den kriegführenden Mächten gegeben werden soll. Die Belgier selbst sollten es kaum verstehen. Betreffs Frankreich muss auch gesagt werden dass die Verwüstung eine Entschädigung fordert. Auch hier wie in Belgien ist die Verwüstung systematisch. Die Internat.[ionale] muss sich dagegen wenden.

   Über Els.[aß]-Lothr.[ingen] habe ich die Auff.[assung] dass wenn eine Vereinbarung zw.[ischen] der deutsch.[en] u.[nd] franz.[ösischen] Part.[ei] zustande kommen kann so ist die Frage erledigt. Nun ist es doch so dass die Tatsache des Weltkriegs hier dazwischen liegt welche Tatsache die ganze Frage in eine andere Situation gebracht hat. Wird eine unpart.[eiische] Anfrage an das deutschsprech.[ende] Elsass gemacht so wird es mit Mehrzahl an Frankreich neigen.

   Betreffs Siebenbürgen so ist die ungarische Bevölkerung bedeutend und unter solchen Umständen und da keine besondere Bevölkerung da in Mehrzahl ist so wird eine Abstimmung kaum gelingen.

   Troelstra: Deutschl.[and] soll Posen,27 Elsass-Lothr.[ingen] und Belgien hergeben. Dies das soz.[ialistische] Gefühl befriedigend. Doch schwierig ohne sowohl die deutsche Majorität als die deutsche Minorität gehört zu haben diese Forderungen zu stellen. Nach allem was geschehen ist doch unmöglich nur wegen Elsass-Lothr.[ingen] den Krieg fortzusetzen. Ein grosser Fehler der franz.[ösischen] Partei sich so kräftig für die Els.[ässisch]-Lothr.[ingische] Frage engagiert zu haben. Die chauvin.[istischen] Elemente in Frankreich hätten in dieser Hinsicht nicht die Unterstützung der Soz.[ialisten] haben soll[en].

   Es ist gefährlich dass nicht beteiligte Parteien in diesen Fragen sich so binden wie hier der Fall ist. Die Kriegskarte soll zuerst geändert werden, sagt man. Meiner Meinung nach ist dies nicht notwendig.

   Nina Bang: Gen.[osse] Branting hat über die Verwüst.[ung] Nordfrankreichs gespr.[ochen]. Ich meine dass man davon nicht so viel weiss, dass man darüber endgültig urteilen kann. Ein Berichterstatter in der Humanité hat gesagt dass nur militär.[ische] Gründe dies bewirkt haben.

   Huysmans: L'Humanité hat so etwas nicht gesagt. Ich habe gesehen mit eigenen Augen was die deutsche Armeen gemacht haben. Zweckslose Zerstörung überall. Ich verstehe ganz gut den Standpunkt des Gen[osse]:n Troelstra. Aber ich sage dass ich den Standp.[unkt] der Franzosen besser versteh[e]. Die Auff.[assung] der franz.[ösischen] Gen.[ossen] 1907 ist eine Selbstüberwindung, weil sie den Krieg vermeiden wollten. Nachdem was geschehen ist muss doch etwas getan werden. Als ein Diebstahl hat die deutsche Soz.[ialdemokratie] früher die Annexion des Els.[aß]-Lothr.[ingen] betrachtet. Diese Wunde muss aus Europa verschwinden. Weder Branting noch andere haben hier eine fertige Lösung aber was man fordert ist dass etwas getan werden muss. Wenn der Krieg etwas dauert so wird man auch in deutsch.[en] bürg.[erlichen] Kreisen anerkennen müssen, dass etwas geschehen muss. Die Lösung der Kolonialfrage wird leichter sein wenn sie in Verbindung mit der Frage Elsass-Lothr.[ingen] behandelt wird.

   Troelstra: Einverstanden, aber eins steht fest und das ist dass der Friede darf doch nicht um dieser Frage willen verzögert werden. Ich meine selbst meine deutsch.[en] Freunden sagen dass sie hier nachgeben und sogar für Volksabstimmung eintreten.

   Garami: Vereinbarung zwischen den deutsch.[en] und franz.[ösischen] Partei[en] ist hier das notw.[endigste]. Einverstanden mit Gen.[ossen] Troelstra. Aber betreffs des Plebiscits muss gesagt werden dass eine soz.[ialistische] Partei erklärt: wir sind für ein Plebiscit in Els.[aß]-Lothr.[ingen] aber nicht in Ungarn. Das geht nicht. Wenn wir aber sagen: wir wünschen eine Vereinbarung zwischen den deutsch.[en] u.[nd] franz.[ösischen] Parteien und wir können da auch dahin wirken dass unsere deutschen Genossen den Gedanken des Plebisc. [its] zu befördern.28 Sollte eine Vereinbar.[ung] nicht zustande kommen so müssen die franz.[ösischen] u.[nd] deutsch.[en] Gen.[ossen] mit uns an einem Tische sitzen.

   Was Nordfrankr.[eich] betrifft so glauben wir nicht, dass die Deutschen den Krieg inhumaner führen als die anderen. Diese Frage von Nordfrankreich für sich aufzunehmen ist nicht wünschenswert.

  Branting: Die Frage wird grosse Rolle spielen und deshalb muss sie im Zusammenhang mit der Frage der Entschädigungen behandelt werden muss. Ich muss auch sagen dass es eine Verschiedenheit ist wenn man in den Krieg geht mit allgemeinen Auffass.[ungen] von Verhalten gegen zivil.[e] Bevölker.[ung] und ausserdem systematisch einen Terrorismus ausübt. Es ist eine Verschlimmerung die man nicht geringschätzen darf.29

   Van Kol Troelstra gesagt dass wir nicht davon sprechen was uns nicht direkt angeht. Meine Auffassung dass die Elsass-Lothr.[ingische] Frage uns alle angeht. - Deutschlands Vorgehen in Belgien ist furchtbar Terrorismus systematisch betrieben Maschinen und Kultur gestohlen und behalten. Die Art und Weise wie Deutschland den Krieg geführt hat schrecklich.

   [Nächste: Morgen 10 Uhr]30


Anmerkungen

1    Siehe auch Notizen von Huysmans, CHA, Stockholm, N. & C., Mai 1917:4; Notizen von Troelstra, IISG, NL Troelstra, 423, und von Branting, ARAB, NL Branting, 4.1:2. - Nach den angeführten Notizen von Huysmans waren anwesend: Ernö Garami, Zsigmond Kunfi, Jakob Weltner, Desider Bokanyi, S. Jaszai, Troelstra (Vorsitzender), Branting, Nina Bang, Möller, Huysmans, Engberg. - Weltner war zusammen mit den österreichischen Delegierten (Victor Adler kam später), am 18.5. in Stockholm eingetroffen, die anderen ungarischen Delegierten am 23.5.; siehe Pressekommuniqué 18.5. und 24.5.1917, CHA, Stockholm, N. & C., Mai 1917:2; schwed. Social-Demokraten 19.5., S. 5, und 25.5., S. 6. Der österreichische Außenminister Czernin hatte die ungarischen Sozialdemokraten, ebenso wie die österreichischen, als loyal Österreich-Ungarn gegegnüber eingeschätzt und ihnen Pässe zugestanden, so Valiani 1966, S. 302, der sich auf Jakob Weltner bezieht (Milljók egy miatt. Budapest 1927, S. 283). - Pressekommuniqué der Vorkonferenzen am 29.-30.5.1917 in Dok. Nr. P/25a. Zur Delegation und Sitzung Valiani 1966, S. 302-305; Marin 1996, S. 135f., 138f. - Das ungarische Memorandum, dessen entscheidenden Passagen von Kunfi formuliert worden sind, ist abgedruckt in Stockholm 1918, S. 191-197. In CHA, Dossiers, I 410, liegt ein hschr. Konzept des Memorandums auf deutsch vor, das aus Texten geschrieben mit zwei verschiedenen Handschriften (die eine von Kunfi) besteht. Dort auch einige durchgestrichene Worte auf ungarisch sowie weitere Streichungen und Ergänzungen. Das Manuskript ist nicht vollständig formuliert. In dem von Kunfi geschriebenen Text wird dreimal nur auf einzufügende Abschnitte aus dem Pressekommuniqué verwiesen, was bedeutet, daß dieser Text und damit wohl das zusammengefügte Dokument am Ende oder nach der zweiten Sitzung am 30.5.1917 angefertigt worden sind. Auf den Seiten mit der anderen Handschrift sind die Friedensbedingungen dargelegt mit den besonderen Fragen Belgien, Serbien, Elsaß-Lothringen, Mazedonien, Polen, Autonomie und Kolonien sowie die in Dok. Nr. P/25, Anm. 26 und 27, genannten Fragen. In CHA, Dossiers, I 410, auch eine hschr. französische Übersetzung des Memorandums, mit einigen hschr. Verbesserungen von Huysmans, wohl Unterlage für die offizielle und später gedruckte Fassung. - In der ungarischen Presse verbot die Zensur die Veröffentlichung des Pressekommuniqués, das das Memorandum zusammenfaßt. Stattdessen erschien ein "abgemilderter" Bericht der ungarischen Delegation in Népszava 1.6.1917 (nach Valiani 1966 am 2.6.). Von Kunfi erschien eine Erklärung zu "Stockholm" in der radikalen Zeitung Világ. Wegen ihrer Forderung nach weitgehender Autonomie für die in Ungarn lebenden Nationalitäten wurde die sozialdemokratische Partei in der nationalen Presse mit dem Vorwurf des Landesverrats angegriffen, wogegen Népszava am 19.6.1917 Stellung bezog und in erster Linie den Wandel der Zeiten, hin zu Demokratie und zu internationaler Zusammenarbeit, betonte. Im Juli veröffentlichte Népszava die offiziellen Erklärungen der verschiedenen Nationalitäten in Ungarn zu den in Stockholm vertretenen Standpunkten der ungarischen Delegation. Diese Angaben nach einem Beitrag von János Jemnitz, Some datas to the Stockholm-Hungarian relations, auf einer Konferenz in Stockholm, 2-3.12.1987. Jemnitz verweist u.a. auch auf die Erinnerungen von Buchinger (Találkozásaim Európ szocialista vezetöivel. Budapest 1938, S. 126f.). Bei Valiani 1966, S. 305, wird im Hinblick auf letzteren Punkt ein Protest der slowakischen Sozialdemokraten angeführt, weil sie nicht an der Delegation nach Stockholm beteiligt worden seien und ihre Forderung nach Umgestaltung Ungarns auf föderalistischer Basis nicht beachtet worden sei. Weiter wird auf S. 303 im Zusammenhang mit der ungarischen Erklärung in Stockholm genannt, daß man eine gemeinesame Aktion der europäischen Sozialisten für den Frieden, einschließlich der Möglichkeit eines 24-stündigen Generalstreiks, befürwortet habe. Valiani bezieht sich hier auf Buchinger (Küzdelem a szocializmusért, S. 234 bzw. S. 241). Dies wird weder im Kommuniqué und Memorandum noch in den Sitzungsprotokollen vom 29.-30.5.1917 und den angeführten Notizen angesprochen.

2   Der Punkt 5 im Fragebogen galt der Teilnahme an einer allgemeinen Konferenz. Zum Fragebogen siehe Dok. P/15b.

3   Kunfi gab en "exposé général", so in den Notizen von Huysmans, nachgewiesen oben in Anm. 1. Er sprach nach der Begrüßung durch Troelstra und dem Dank von Garami.

4   Troelstra faßt diesen Punkt in seinen oben in Anm. 1 nachgewiesenen Notizen zusammen: "ohne Bedingungen".

5   Verhalten der sozialistischen Parteien während des Krieges und Schuldfragen nach der in dieser Sitzung vorliegenden Fassung des Fragebogens.

6   Troelstra in seinen oben in Anm. 1 genannten Notizen: "Willen niet zu Gericht sitzen over een of andere partij" [Wollen nicht über die eine oder andere Partei zu Gericht sitzen].

7   Nach den Notizen von Huysmans, nachgewiesen oben in Anm. 1: "Transmettre aux autres partis pour juger de nous".

8   Troelstra in seinen oben in Anm. 1 nachgewiesenen Notizen: "Hong. soc. partij: zelfst., ook tegens andere oostr. soc. partijen" [Die ungarische Partei: selbständig, auch gegen die anderen österreichischen sozialistischen Parteien].

9   Dazu Blänsdorf 1979, S. 169-177.

10   In den Notizen von Troelstra nachgewiesen oben in Anm. 1: "vredesonderh. opgekomen onafh. v. kriegskarte" [Friedensverhandlungen aufgekommen unabhängig von der Kriegskarte]. In den Notizen von Huysmans, ebd.: "au moment où la carte militaire était désavantagueuse".

11   In den Notizen von Branting, nachgewiesen oben in Anm. 1: " Från början utomord. smärtfyllt att I.S.B. sprängd" [Von Anfang an außerordentlich schmerzlich, daß das ISB gesprengt worden war].

12   In den Notizen von Huysmans, nachgewiesen oben in Anm. 1: "En Hongrie, pas de démoralisation socialiste. Parti resté ce qu'il était. Contre impérialisme aujourd'hui comme hier". In den Notizen von Branting, ebd.: "Varje national.[istisk] o.[ch] imperial.[istisk] smitta har hållits borta från U-s [Ungerns] soc.[ialistiska] arb.[etare] Därför kunnat hållas enhetligt" [Jegliche nationalistische und imperialistische Ansteckung von den sozialistischen Arbeiterbewegung Ungarns ferngehalten. Deshalb einheitlich verbleiben können]. Ebenso in den Notizen von Troelstra, ebd.: "Geen imp. en nat. Versuchung onder de soc. arb. in Hongarije - daardoor Partij eenheid bewaard" [Keine imperialistische und nationalistische Versuchung der sozialistischen Arbeiterbewegung in Ungarn - dadurch die Einheit der Partei bewahrt].

13   In den Notizen von Huysmans, nachgewiesen oben in Anm. 1: "Jamais de trève des partis, ni politique, ni économique". So auch in den Notizen von Branting, ebd.: "varken polit.[isk] l.[eller] ekon.[omisk] borgfred" [weder politischer noch wirtschaftlicher Burgfrieden], und in den Notizen von Troelstra, ebd.: "Geen Burgfrieden: noch polit., noch wirtsch" [Kein Burgfrieden: weder politisch, noch wirtschaftlich].

14   Der Ministerpräsident Graf Stephan von Tisza trat am 23.5.1917 zurück, weil sein Vorschlag zum Wahlrecht vom König nicht gutgeheißen wurde. Zu den Streiks und zum Fall Tiszas siehe auch Interview mit Jakob Weltner in Dagens Nyheter 20.5.1917, S. 1, und schwed. Social-Demokraten 26.5.1917, S. 1. Weltner betonte besonders, daß der Klassenkampf in Ungarn schärfer geführt werde als anderswo, daß eine starke Volksbewegung gegen die Regierung und für den Frieden bestehe. Deshalb erhoffe man sich auch viel von "Stockholm". Ein weiteres Interview mit Weltner zur ungarischen Arbeiterbewegung in schwed. Social-Demokraten 8.6.1917, S. 6. - Zu diesen Streiks Valiani 1966, S. 301f.

15   In den Notizen von Huysmans, nachgewiesen oben in Anm. 1: "La rév[olution] russe a tué le tzarisme (Le parti socialiste hongrois doit attaquer de front l'oligarchie hongroise. Idem: les partis fr[ançais] et all[emands] doivent agir de même dans leur pays: a) donc, contre les Junkers b) donc, les financiers français (C.H [uysmans]: La finance fr[ançaise] a-t-elle provoqué la guerre? Rép[onse]: Pas peut être le 31 juillet. Mais la tendance était belliqueuse. Troelstra: Les finances ont créé l'atmosphère, mais il se peut que le moment n'ait pas été déterminé".

16   Troelstra in den oben in Anm. 1 nachgewiesenen Notizen: "Russ. rev. voorbeeld" [Russische Revolution Beispiel].

17   In den Notizen von Branting, nachgewiesen oben in Anm. 1, auch noch der Zusatz: "Vi vilja ej draga oss fastställa även vår regerings skuld - men den större  frågan freden" [Wir wollen nicht davor zurückschrecken, auch die Schuld unserer Regierung festzuhalten - aber die größere Frage ist die des Friedens].

18   Zu dieser Sitzung Haupt 1967.

19   Dieser Standpunkt auch im Pressekommuniqué, Dok. Nr. P/25a, und im Memorandum, nachgewiesen oben in Anm. 1. Marin 1996, S. 135, weist besonders darauf hin, daß die Neutralen in den Ungarn "un interlocutore dinamico e duttile" fanden, der, wenn notwendig, auch einer Diskussion der Schuldfrage zustimmte, im Gegensatz zu der "la tattica difensiva e le cautele" von Adler und Seitz. Vgl. auch ebd, S. 94, wo Marin allgemein von "posizione corraggiose" der ungarischen Delegation in Stockholm (neben der der USPD) spricht. Auch Jemnitz 1988, S. 27, verweist auf die im Vergleich zu DSAPÖ und MSPD weitergehende Erklärung der Ungarn und ihre vermittlelnde Rolle. Ebenfalls Valiani 1966, S. 304f. - Jene Stellungnahme ist sicher eine der von Ludo Hartmann in einem Brief an Victor Adler allgemein angesprochenen "Unvorsichtigkeiten" der Ungarn, zitiert bei Marin 1996, S. 139.

20   Punkt 1 im Fragebogen.

21   In den Notizen, nachgewiesen oben in Anm. 1, faßte Branting zusammen: "Fullst.[ändigt] återställ.[ande] är egna statens, utom Belgien o[ch] Serbien. Princip, men skulle detta hindra snar fred, kollektivt". [Vollständige Wiederherstellung ist Sache des eigenen Staates, Belgien und Serbien ausgenommen. Prinzip, aber sollte das einen baldigen Frieden verhindern, kollektiv].

22   Durchgestrichen: "verwirklicht".

 

23   In den Notizen von Huysmans, nachgewiesen oben in Anm. 1: "Restauration de la Belgique par l'Allemagne. Si cette restauration un empêchement à la paix, restauration collective". - Branting äußerte Vandervelde gegenüber in einem Gespräch in Kristiania am 2.7.1917, daß sich die ungarische Delegation in diesem Punkt vorteilhaft von der MSPD unterschied, Vandervelde 1918, S. 187.

24   In den Notizen von Huysmans, nachgewiesen oben in Anm. 1: "Macedonie - Entente Serbie et Bulgarie".

25   In den Notizen von Huysmans, nachgewiesen oben in Anm. 1: "La Hongrie actuelle peut se suffire à elle-même. Partagée, elle serait incapable de vivre. La solution de l'Entente serait une faillite. On peut résoudre la question par l'autonomie. D'ailleurs, tous les peuples sont mélangées. Pas moyen de déviser". In den Notizen von Troelstra, ebd.: "Ekon. eenheid boven nation. vragen: Ent. plan geen soc. conceptie" [Ökonomische Einheit über die nationalen Fragen: Plan der Entente kein sozialistishes Konzept]. Es wurde auch Österreich-Ungarn genannt: "Zij tegen tendenz der verdeeling O.H. een federatie op grond autonomie" [Sie /sind/gegen die Tendenz der Teilung. Österreich-Ungarn eine Föderation auf dem Grund der Autonomie]. - Den Standpunkt nach Erhaltung der "territorialen Integrität"("integrità territoriale") und die Zurückweisung der "Zerstückelung" ("smembramento"

) Österreich-Ungarns hebt auch Valiani 1966, S. 302, hervor.

26   In den Notizen von Huysmans, nachgewiesen oben in Anm. 1: "Contre la politique coloniale. Voulons porte ouverte. Dans toutes les colonies mûres: autonomie. Retour des colonies all[emandes] à l'All[emagne]". - Zum Passus offene Tür siehe Dok. Nr. P/15c, Anm. 6.

27   Davor durchgestrichen: "Polen".

28   Die positivere Haltung zu einer Volksabstimmung unterscheidet sich auch von den Stellungnahmen der Österreicher, siehe Dok. P/21 mit Anm. 47, und später der MSPD, siehe Dok. Nr. P/32a. Dies gehört wohl ebenso zu "Unvorsichtigkeiten", siehe oben Anm. 19.

28   In den Notizen von Huysmans, nachgewiesen oben in Anm. 1, bezeichnete Branting das als: "Methode de guerre all[emande] exceptionelle".

30   Eckige Klammern in der Vorlage.